Sambia

Sichere, klimaresiliente Häuser in Sambia

In Sambia fehlt es hunderttausenden Menschen an einem sicheren Zuhause. Der landesweite Wohnraummangel liegt bei rund 1,5 Millionen Häusern – und wächst jedes Jahr weiter. Besonders in Städten wie Kabwe leben bis zu 70 % der Menschen in informellen Siedlungen, oft ohne gesicherte Landrechte, ohne stabile Bauten und ohne Zugang zu grundlegender Infrastruktur.

Mit dem SHINE-Projekt (Sustainable Housing Innovation & Resilience Initiative) setzt Habitat for Humanity ein starkes Zeichen: Wir verbessern bestehende Häuser, bauen neue klimaresiliente Behausungen und stärken die Menschen, die am stärksten von Armut und Klimarisiken betroffen sind – vor allem Frauen, Ältere und Menschen mit Einschränkungen.

Klimaresiliente Häuser für Schutz, Würde und Stabilität

In Makululu, der größten informellen Siedlung Sambias, leben schätzungsweise 100.000 Menschen unter extrem schwierigen Bedingungen: In den überfüllten, instabilen Häusern fehlt es an Belüftung – es herrscht extreme Hitze. Unsichere Türen und Fenster, unzureichende sanitäre Anlagen und ein hohes Überschwemmungsrisiko gehören ebenso zum Alltag.

Hausverbesserungen und Neubau sicherer Häuser

Sichere Wohnräume, die an die klimatischen Bedingungen angepasst sind, stehen im Fokus unserer Arbeit. Neben sicheren Dächern und einer verbesserten Belüftungssituation sind private Sanitärbereiche und solarbetriebene Beleuchtung essenziell, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze und Überschwemmungen zu erhöhen, aber auch die Sicherheit und Würde der Bewohner:innen zu stärken.

Lokale Expertise

Habitat for Humanity Sambia ist seit über 40 Jahren im Land tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrungen: Von dem Bau tausender Häuser und dem Aufwerten hunderter bestehender Häuser in puncto Sicherheit über die Ausbildung lokaler Handwerker:innen bis zur Stärkung und Mobilisierung der Gemeinden vor Ort – das gebündelte Know-how fließt in das neue SHINE-Projekt ein.

Frauen im Fokus

In der größten informellen Siedlung des Landes haben es besonders Frauen schwer. Sie sind in Makululu überdurchschnittlich von unzureichenden Wohnverhältnissen betroffen. Durch unser auf Resilienz und nachhaltiges Wohnen ausgerichtetes Projekt verbessern wir gezielt ihre Situation, indem wir:

  • sichere Türen und private geschlechtergetrennte Sanitärbereiche und
  • kühlere Innenräume schaffen,
  • solarbetriebene Beleuchtung für mehr Sicherheit installieren,
  • ihre Beteiligung an Entscheidungsprozessen einfordern und
  • bei der Auswahl der Begünstigten Frauenhaushalte priorisiert behandeln.