Langfristiger Wiederaufbau nach Erdbeben und Klimaresilienz
Der Hochgebirgsstaat Nepal ist das ärmste Land im Süden Asiens. Fast ein Fünftel der Bevölkerung leidet an Unterernährung; nur rund 60 % der Erwachsenen können lesen und schreiben. Nepal ist Naturkatastrophen wie Erdbeben ausgesetzt und muss mit weiteren Herausforderungen wie Landflucht, Bevölkerungswachstum und sozialen Barrieren durch die Kastenzugehörigkeit umgehen.
Das schwerste Erdbeben seit 80 Jahren, das Nepal am 25. April 2015 traf, hat das Land stark gezeichnet. Fast 8.800 Menschen starben und es gab mehr als 20.000 Verletzte. Das Erdbeben zerstörte über 750.000 Häuser teilweise oder sogar vollständig. Insgesamt veränderte die Katastrophe das Leben von fast einem Drittel der Bevölkerung langfristig – das sind etwa acht Millionen Menschen.
Klimaverträgliche und bezahlbare Bauweise in Nepal
Nicht nur das Erdbeben von 2015 zeigte, dass es bezahlbarer und vor allem nachhaltiger Wohnräume bedarf, die stabil und klimaresilient sind. Im Jahr 2025 wurde Bambus offiziell das erste Mal als Baumaterial in Nepal anerkannt. Diesen Meilenstein hat Habitat for Humanity Nepal maßgeblich mit vorbereitet. Nun geht es darum, diesen innovativen und lokal verfügbaren Baustoff fest in der Praxis zu verankern und ihn allen zugänglich zu machen. Dafür werden wir ebenfalls politisch aktiv – gemeinsam mit Habitat for Humanity Nepal und Sahara Nepal. Wir bringen Behörden, Forschung, Zivilgesellschaft und Unternehmen an einen Tisch, mit dem Ziel: Bambus fest in den Bauvorschriften zu verankern und Förderprogramme zu öffnen, die vor allem einkommensschwachen Haushalten den Zugang erleichtern.