Home Equals – Zuhause ist…

Habitat for Humanity setzt sich für den chancengleichen Zugang zu sicherem und würdigem Wohnraum in informellen Siedlungen ein.
Home Equals – Chancengleicher Zugang zu sicheren und würdigen Behausungen
Home Equals – Chancengleicher Zugang zu sicheren und würdigen Behausungen
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Weltweit leben etwa eine Milliarde Menschen in informellen Siedlungen (zum Beispiel Slums, Favelas). Ihre Unterkünfte und Behausungen sind oftmals nicht an grundlegende Infrastruktur – wie Wasser- und Sanitärversorgung – angeschlossen. Auch Landrechte sind häufig ungeklärt. Zudem sind es die Menschen in informellen Siedlungen, die durch die Auswirkungen des Klimawandels am stärksten gefährdet sind – da die Siedlungen sich normalerweise in gefährdeten Gebieten befinden (auf tief gelegenem Land, weit entfernt von vernetzter Infrastruktur wie Wasser und sanitären Einrichtungen oder an Flussufern).

Doch gemeinsam machen wir auf diese Ungleichheit aufmerksam, und setzen uns dafür ein, gleiche Bedingungen für alle schaffen.

Wenn Schwierigkeiten und Hürden verkleinert werden, können die Bewohner*innen informeller Siedlungen ihre Kreativität und ihre Innovationskraft entfalten und die Orte,…

Wenn Schwierigkeiten und Hürden verkleinert werden, können die Bewohner*innen informeller Siedlungen ihre Kreativität und ihre Innovationskraft entfalten und die Orte, an denen sie zuhause sind, verbessern. Dies kommt dann den Menschen selbst und der gesamten Gemeinschaft zugute. Denn ein Zuhause bedeutet Sicherheit, Geborgenheit und Gesundheit. Und diese Grundlage bietet die Chance auf eine bessere Zukunft.

Informieren Sie sich über unsere weltweite Kampagne: https://habitat.org/home-equals.

Herausforderungen informeller Siedlungen

Die Lebensbedingungen in informellen Siedlungen sind inakzeptabel und ein physischer Ausdruck der Ungleichheiten, die viel zu viele Familien und Gemeinschaften behindern.

  • Ein Haus ohne Zugang zu sauberem Wasser bedeutet, dass die Menschen – vor allem Kinder – einem hohen Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind.
  • Ein Haus ohne die entsprechenden Landrechte bedeutet, dass die Familien in ständiger Angst vor Vertreibung leben, was verhindert, in die Zukunft zu investieren oder längerfristig zu planen.
  • Ein Haus in einem katastrophengefährdeten Gebiet, das nicht solide konstruiert ist und in dem keine hochwertigen Materialien verbaut sind, bedeutet, dass dieses besonders anfällig für extreme Wetterereignisse und die Auswirkungen des Klimawandels ist.
  • Und ein Haus in einer Region, in der es nur wenige Möglichkeiten der aktiven Bevölkerungsbeteiligung gibt, bedeutet, dass es für die Bewohner*innen schwer ist, sich Gehör zu verschaffen.

Wir von Habitat for Humanity wissen, dass das Zuhause nicht nur sinnbildlich für bestehende Ungerechtigkeiten steht, sondern gleichzeitig einer der Schlüsselansätze sein kann, diesen zu begegnen. Mehr Unterstützung und weniger Hürden ermöglichen es den Bewohner*innen informeller Siedlungen die Orte, an denen sie zuhause sind, zu verbessern.

Warum ist „Home Equals“ wichtig?

Die Bewohnerschaft informeller Siedlungen trägt bereits ihren Teil zu positiven Veränderungen bei. Solche intrinsischen Initiativen sind zwar sehr wirkungsvoll, haben aber aufgrund struktureller Probleme auch ihre Grenzen. Von daher ist es absolut notwendig, dass Regierungen den Bewohner*innen informeller Siedlungen zuhören, ihnen Gehör verschaffen und deren Ideen in die Tat umsetzen.

Setzen Sie sich mit uns für eine Politik ein, die sich für Menschen stark macht, die eine gleichwertige Chance auf ein sicheres und würdiges Zuhause verdienen.

Gerechtigkeit und Gleichwertigkeit beginnt zu Hause. Durch gesicherte Landrechte, mehr Bürgerbeteiligung, Klimaresistenz und Zugang zu grundlegenden infrastrukturellen Dienstleistungen können wir Armut verringern, Gesundheit und Bildung verbessern, Geschlechter- und Ethnien-Gerechtigkeit fördern und das Wirtschaftswachstum für alle unterstützen.

Habitat for Humanity befasst sich mit Problemen in informellen Siedlungen auf der ganzen Welt. Werfen Sie einen detaillierten Blick auf die Herausforderungen der Menschen, die in informellen Siedlungen leben.

Politische Lösungsansätze

Jede informelle Siedlung ist einzigartig, deshalb braucht es ein breites Spektrum an politischen Lösungen, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Home Equals setzt sich gemeinsam mit Menschen, die in informellen Siedlungen leben, und anderen Partnern für die Verbesserung und Förderung des chancengleichen Zugangs zu angemessenem Wohnraum ein. Dies soll durch einen Paradigmenwechsel erreicht werden, der sich auf Mitbestimmung, elementare Grundversorgung, Klimaresilienz und gesicherte Besitzverhältnisse bezieht.

Mitbestimmung stärken

Die Prioritäten, Bedürfnisse, Erfahrungen und Stimmen von Bewohner*innen informeller Siedlungen ein müssen in Prozesse der Entscheidungsfindung eingeschlossen werden.

Elementare Grundversorgung

Der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Strom, Wasser oder Abfallentsorgung ist ein Schlüsselaspekt für angemessenen Wohnraum und muss politisch gesichert werden.

Mehr Klimaresilienz

Menschen in informellen Siedlungen sind trotz ihres unterproportionalen Beitrags besonders häufig von den schädlichen Folgen des Klimawandels betroffen – Siedlungen müssen widerstandsfähiger werden.

Gesicherte Besitzverhältnisse

Es braucht politische und systemische Veränderungen, um die Rechte an einem Stück Land oder Eigentum der Familien in informellen Siedlungen vor Enteignung zu schützen.

Mehr Ressourcen

Verbesserung der Wohnverhältnisse in informellen Siedlungen: Beurteilung
der Auswirkungen auf die persönliche Entwicklung

Was wäre, wenn alle Menschen, die in informellen Siedlungen leben, Zugang zu angemessenen
Wohnraum hätten? Welchen Nutzen hätten wir davon, und wie würde sich dies auf die
wirtschaftliche und menschliche Entwicklung eines Landes auswirken? Habitat for Humanity und das International
Institute for Environment and Develop gehen in diesem Bericht diesen Fragen nach.

Home Equals Launch Report

Deshalb wird sich Habitat for Humanity in den nächsten fünf Jahren diesem Thema annehmen, Aufmerksamkeit und Bewusstsein schaffen, sowie sich bei den entsprechenden Stellen dafür einsetzen, das Thema auf die politische Agenda zu setzen und somit eine Welt zu schaffen, in der mehr Menschen ein sicheres Zuhause haben.