Der sogenannte Dry Corridor (Trockenkorridor) in Guatemala, Honduras und El Salvador gehört zu den weltweit am stärksten von Klimaschwankungen und wiederkehrenden Dürren betroffenen Regionen. Die ländliche Bevölkerung lebt überwiegend von kleinbäuerlicher, regenabhängiger Landwirtschaft und verfügt nur über begrenzten Zugang zu Wasser, Infrastruktur und technischen Unterstützungsangeboten.
Die Folgen sind sinkende Ernten, zunehmende Ernährungsunsicherheit, Einkommensverluste und eine stärkere Abhängigkeit von externer Hilfe. Gleichzeitig verschärfen Wasserknappheit, Umweltdegradation, unzureichende Wohnverhältnisse sowie schwache lokale Katastrophenvorsorge die Verwundbarkeit der Haushalte. Wiederkehrende Klimaschocks erhöhen zudem den Migrationsdruck in der Region.
Unser Projektansatz
Das Projekt verfolgt einen integrierten Resilienz- und Ernährungssicherungsansatz in ausgewählten Gemeinden Guatemalas, Honduras’ und El Salvadors. Es verbindet Maßnahmen in vier zentralen Bereichen:
Klimaresiliente Landwirtschaft
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- Einführung dürreresistenter und nachhaltiger Anbaumethoden
- Diversifizierung der Produktion und Einkommensquellen
- Technische Beratung, Farmer Field Schools und Bereitstellung produktiver Ressourcen
Verbesserter Zugang zu Wasser
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- Dachsanierungen zur Regenwassernutzung
- Wasserauffang- und Speichersysteme für Haushalte
- Effiziente Bewässerungs- und Wassermanagementlösungen
- Schutz von Wassereinzugsgebieten und Grundwasserneubildungsflächen
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Stärkung der Wohn- und Lebensbedingungen
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- Klimafeste und gesunde Wohnverbesserungen
- Bessere Wasserverfügbarkeit für Haushalt und Nahrungsmittelproduktion
- Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Dürreereignissen
Katastrophenvorsorge und Gemeindestärkung
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- Ausbildung und Beteiligung der Bevölkerung über die PASSA-Methode
- Entwicklung lokaler Risiko- und Notfallpläne
- Stärkung von Wasserkomitees und lokalen Verwaltungsstrukturen
Die Nachhaltigkeit wird durch lokale Schulungen, Gemeindeeigentum, kostengünstige Technologien sowie die Einbindung kommunaler Behörden und lokaler Organisationen sichergestellt.
Mögliche Wirkung
Das Projekt adressiert sowohl akute Nahrungsmittelengpässe als auch deren strukturelle Ursachen. Erwartete Wirkungen sind:
- Verbesserte Ernährungssicherheit und höhere landwirtschaftliche Erträge
- Nachhaltiger Zugang zu Wasser für Haushalte und Produktion
- Höhere Einkommen und diversifizierte Lebensgrundlagen
- Bessere Anpassungsfähigkeit an Dürren und Klimawandel
- Stärkere lokale Kapazitäten für Wasser- und Risikomanagement
- Reduzierung von Vulnerabilität, Abhängigkeit von externer Hilfe und klimabedingter Migration
Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, widerstandsfähige, ernährungssichere und klimaangepasste Gemeinden im mittelamerikanischen Trockenkorridor aufzubauen, die ihre natürlichen Ressourcen nachhaltiger nutzen und zukünftige Krisen eigenständiger bewältigen können.