Ein libanesisches Mädchen steht vor der Zerstörung ihres Hauses in der Stadt raba thalatin, nachdem Bewohner die Stadt betreten und ihre Häuser inspiziert haben | ramiz dallah/Shutterstock

Katastrophenhilfe im Libanon

Zur Lage im Libanon

Die massive Verschärfung des militärischen Konflikts hat weitreichende humanitäre und infrastrukturelle Folgen. Eine Million Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Viele von ihnen leben derzeit unter schwierigen Bedingungen in überfüllten Gemeinschaftsunterkünften. Fehlende Sicherheit, mangelhafte Sanitärversorgung, eingeschränkte Privatsphäre und fehlende Barrierefreiheit führen zu erheblichen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken – insbesondere für vulnerable Gruppen. Die verheerende Situation in den Unterkünften steht für uns im Fokus.

Hauptprobleme in den Gemeinschaftsunterkünften:

  • Extreme Überbelegung
  • Unzureichende Sanitär- und Hygienebedingungen
  • Fehlende Privatsphäre
  • Schlechte Beleuchtung und Sicherheitslage
  • Eingeschränkter Zugang für vulnerable Gruppen

All dies erhöht die Gesundheitsrisiken der Binnenvertriebenen und schafft Spannungen, die den dringenden Bedarf an koordinierten Maßnahmen unterstreichen.

Maßnahmen im Rahmen der Katastrophenhilfe

1. Sanierung von Unterkünften

  • Reparatur von Türen, Fenstern, Schlössern und Gebäudestruktur
  • Einbau von Trennwänden zur Reduzierung von Überbelegung und für mehr Privatsphäre
  • Elektrische Instandsetzung und bessere Beleuchtung
  • Brandschutzmaßnahmen und Witterungsschutz

 

2. WaSH-Maßnahmen (Wasser, Sanitär, Hygiene)

  • Installation und Reparatur von Toiletten, Duschen und Sanitärsystemen
  • Geschlechtergetrennte Sanitäranlagen
  • Lösungen für Warmwasser und Wasserspeicherung bei Bedarf

 

3. Inklusion und Schutz

  • Barrierefreiheit (z. B. Rampen, Handläufe)
  • Verbesserte Beleuchtung in Gemeinschaftsbereichen
  • Anpassungen zur Erhöhung von Sicherheit, Würde und Teilhabe

 

Das Projekt wird im Südlibanon, in Baalbek-Hermel und in Vororten von Beirut durchgeführt und es verfolgt einen inklusiven Ansatz und stellt sicher, dass insbesondere Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt profitieren.

 

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