Schneller als ein Tsunami.

Gemeinsam vorsorgen. Besser helfen.

 

Aktion Deutschland Hilft wird 20 Jahre alt! Seit der Gründung des Bündnisses konnten 2400 Projekte in 130 umgesetzt werden.
Zu diesem Anlass richten wir zusammen mit den anderen Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ den Blick auf die steigende Relevanz von Katastrophenvorsorge: Präventive Maßnahmen helfen, Leid zu verhindern, bevor es geschieht, und können den weltweiten Bedarf an humanitärer Hilfe senken.
Anlässlich der Jubiläumskampagne „Sei schneller als die Katastrophe“ setzen die 23 Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft weltweit Hilfsprojekte zur Katastrophenvorsorge um. Auch wir sind mit dabei!

 

 

Haiti – Ausbildung lokaler Handwerker und Bautechnik

Nach Katastrophen müssen Betroffene ihr Leben oftmals von Null an wieder aufbauen. Die nachhaltige Reparatur beschädigter Häuser und der Neubau sicherer Unterkünfte lässt häufig mehrere Jahre auf sich warten, weil sich die Menschen zuerst um Grundsätzlicheres kümmern müssen: Nahrung, Kleidung, Schulbesuch der Kinder und die Suche nach Arbeit und Einkommen.
Für Wände und Dächer bleiben dann häufig keine Zeit und keine Ressourcen mehr übrig. Viele leben monate- oder jahrelang ohne eine eigene Bleibe oder in dürftigen Übergangslösungen.

Zur langfristigen Linderung dieser Umstände schult Habitat for Humanity in Haiti lokale Handwerker in katastrophenresistenten Bautechniken und unterstützt vulnerable Familien beim Neubau von sicheren Häusern. Das bedeutet, dass wiederaufgebaute Häuser zukünftige Katastrophen besser überstehen können und sich das Wissen über katastrophensichere Bauweisen immer weiter verbreitet.

Dieses Konzept von Habitat for Humanity wurde seitens des Shelter Cluster bereits als Best Practice  in Haiti ausgewählt und auch von der Internationalen Organisation für Migration der UN gefördert.

 

 Ausbildung von Maurern in katastrophensicherer Bauweise
 Bau von katastrophensicheren Häusern für vulnerable Familien
 Verbreitung des Wissens von katastrophensicherem Bauen

 


Bangladesch – Förderung von Expertise für den Notfall

In Bangladesch vernichten häufig auftretende schwere Naturkatastrophen sämtliches Hab und Gut, Unterkunft und Sanitäranlagen. Die Auswirkungen der Katastrophen treffen die Armen des Landes besonders schwer. Und auch in der Zeit nach der Katastrophe fehlt es an Wissen zum katastrophensicheren Wiederaufbau der Infrastruktur.
Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, benötigt die lokale Bevölkerung Fachwissen zum langfristigen Schutz vor den Auswirkungen der Katastrophen sowie starke Strukturen, die eine Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinden ermöglichen.

Habitat for Humanity begegnet diesen Problemen mit einem ganzheitlich ausgerichteten Maßnahmenpaket zum langfristigen Schutz der Bevölkerung. An ausgewählten Fachhochschulen wird eine neue Generation von Expertinnen und Experten im Katastrophenschutz ausgebildet. Diese sind dann befähigt, die Gemeinden durch Maßnahmen zu Themen wie dem Katastrophenschutz, Wassermanagement und Hygiene effektiv zu unterstützen. Auch in den katastrophengefährdeten Ortschaften werden die Menschen für den Notfall gerüstet, indem eine Organisationsinfrastruktur von lokalen Komitees sowie Sanitäranlagen und ein intaktes Wassernetz geschaffen werden. 

 

 Studentische Ausbildung zum Katastrophenschutz
 Verbesserung der Wasser- und Sanitärinfrastruktur
 Förderung der Vernetzung von Gemeinden für den Notfall

Südafrika – Verbesserung des Brandschutzes in informellen Siedlungen

In Südafrika erleiden schätzungsweise (Medical Research Council) jedes Jahr 1,6 Millionen Menschen Verbrennungen. Die überwiegende Mehrheit von ihnen stammt dabei aus den ärmeren, informellen Vierteln. Kleinkinder sind dabei besonders gefährdet. Jedes Jahr sterben etwa 1.300 junge Menschen infolge von Verbrennungen. Einkommensschwache und informelle Viertel sind aufgrund der dicht besiedelten Hütten besonders feuergefährdet. Brennbare Materialien, die bevorzugt als Energiequelle verwendet werden sowie fehlende Hydranten und Wasserhähne machen die Gegenden anfälliger für zerstörerische Brände. Mit einem geschätzten Drittel der Bevölkerung von Südafrika, die in informellen Vierteln lebt, besteht für diese Hüttenbewohner demzufolge ein hohes Risiko für Tod und Verletzung.

Habitat for Humanity möchte zusammen mit lokalen Partnern die Bevölkerung der ärmeren, informellen Viertel in Kapstadt vor Brandverletzungen, Todesfällen und Zerstörung von Eigentum schützen. Das Projekt soll durch wirksame Präventions- und Aufklärungsprogramme das Bewusstsein für die Bedeutung des Brandschutzes auf Haushalts- und Gemeindeebene schärfen, die Begünstigten mit Brandschutzressourcen versorgen und sie bei der Anbindung an lokale kommunale Strukturen unterstützen. 

 

 Errichtung von Brunnen
 Trainings zum Thema Brandschutz
 Verteilung von Rauchmeldern & Feuerlöschern für den Notfall

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